Mittwoch, 8. September 2010, 04:11 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Onkel Tom

Schatzmeister

Beiträge: 2 568

Vorname: Tamás

Wohnort: Dresden

Kamera: 20D, 7D, 1Ds MK II, Sinar 4x5", Plaubel Peco 13x18, Mamiya RB76

1

Sonntag, 22. November 2009, 14:32

GF-Fotografie

Ich habe das Thema abgetrennt, wollte nicht, Hannes Thread versauen.

Zitat



oh, geil. heißt das, dass du schon kamera und co schon hast oder bist du noch am zusammensuchen? das is nämlich eine sache die mich auch noch
so richtig reizen würde.
Schau mal unter mein Avatar! ;)
Ich habe eine Plaubel Peco Universal III 13x18 erworben, weil der US Verkäfer bei dem ich eine Sinar F2 gekauft habe, plötzlich nicht liefern konnte. Kaum war die Plaubel da, bekam ich von dem Zoll die Benachrichtigung für die Sinar. Nun habe ich zwei wunderbare GF-Kameras, mit 4x5" int. Rückteil, diverse Objektive, die ich als defekt gekauft, zerlegt, repariert und wieder zusammengebaut habe sowie einige Kassetten für 10x15cm und 4x5" Planfilm. Außerdem sind auch zwei Filmkassetten für 120-er Rollfilm da.
Ich habe nicht vor in Farbe zu arbeiten (obwohl man sollte nie nein sagen) sondern nur SW. Portraits, Landschaft, Architektur und natürlich Studio sollten die Einsatzgebiete sein. Die Labortechnik habe ich lediglich auf die Entwicklung der SW Negative begrenzt, vergrößern möchte ich nicht. Die GF-Negative werden dann mit Canoscan 9950F eingescannt, (ein Trommelscanner übersteigt meinen finanziellen Rahmen) die dann nicht vergleichbar sind mit der Digicam Aufnahmen was die Qualität betrifft.
Die Entwicklung wird in der Jobo-Dose gemacht. 1000-er für den Rollfilm und 2000-er für Planfilm. Die 4000-er Serie ist dann für größere Formate gedacht. In der Bucht gibt es öfter preiswerte Entwicklungsmaschinen von Jobo, es geht aber auch ohne, wenn man die Dose hinlegt und hin-und her rollt.

Die Aufnahmen nehmen natürlich schon reichlich Zeit in Anspruch, wilde Rumknipserei ist out. Gründliche Vorbereitung, Lichtmessung und Tests sind essentiell.
Wenn man dann die Negative in guter Qualität fertig hat, kann die nächste Stufe folgen und sie heißt Edeldruckverfahren. (Übrigens, die Negativherstellung dafür kann auch über Tinten/Laserdrucker auf Folie in der gewünschten Größe geschehen) Ich habe mir für den Anfang die leichteste und einfachste Verfahrenstechnik ausgewählt, die Cyanotipe. Einfach danach googeln!
Hier mal ein Link, was dabei rauskommt. http://www.foto-riegler.at/Katalog%20347.jpg

Wenn Du durchgelesen hast was die verschiedene Edeldruckverfahren bringen, möglich machen und wie das Endergebnis aussieht, wirst mir Recht geben, dass es schon nahe an der künstlerischen Arbeit ist. Vor allem, es sind Unikate! Kein Bild gibt es zweimal obwohl sie fototechnisch hergestellt werden.

Ich warte jetzt auf die letzte Chemikalien-Lieferung und dann geht es los mit der Cyanotypie, Bilder werden natürlich folgen.

Und sollte noch jemand dafür interessieren, würde mich schon freuen hier in unserem Forum darüber diskutiren können.
LG Tamás
  • Zum Seitenanfang

Ines

Profi

Beiträge: 560

Vorname: Ines

Wohnort: Mittleres Erzgebirge

Kamera: EOS 350D

2

Sonntag, 22. November 2009, 15:00

wow, du hast ja echt aufgerüstet! wenn du einverstanden bist und nächstes jahr mal zeit hast, dann würde ich mir das alles mal in echt anschauen, das klingt alles sehr spannen!
  • Zum Seitenanfang

Onkel Tom

Schatzmeister

Beiträge: 2 568

Vorname: Tamás

Wohnort: Dresden

Kamera: 20D, 7D, 1Ds MK II, Sinar 4x5", Plaubel Peco 13x18, Mamiya RB76

3

Sonntag, 22. November 2009, 15:05

Aber gern Ines. Du musst nur vorher anrufen, nicht dass Du vor der tür stehst und keiner da ist! :D
LG Tamás
  • Zum Seitenanfang

FelixW

Erleuchteter

Beiträge: 4 019

Vorname: Jonathan

Wohnort: Wien

Kamera: Sigma SD9/SD14/DP1

4

Sonntag, 22. November 2009, 15:45

wirklich interessant. was mich jetzt spontan am meisten interessiert, ohne auf deinen beitrag speziell einzugehen... du hast ja dann deine ausrüstung sozusagen schon, dann müsstest du ja fast einschätzen können wieviele euro man ungefähr einplanen müsste, wenn man so eine großformatgrundausstattung haben will, gebraucht natürlich. hast du da eine schätzung für mich?
  • Zum Seitenanfang

Onkel Tom

Schatzmeister

Beiträge: 2 568

Vorname: Tamás

Wohnort: Dresden

Kamera: 20D, 7D, 1Ds MK II, Sinar 4x5", Plaubel Peco 13x18, Mamiya RB76

5

Sonntag, 22. November 2009, 16:03

Für die Plaubel habe ich 400,- Bezahlt, inkl. Objektiv fix-und fertig zum sofortigen loslegen.
Die Sinar hat mit Zoll etc. 310,- gekostet, ohne Objektiv.

Wenn man aber alles einzeln kauft, kjann evtl. 50,- weniger kosten, dauer aber .
LG Tamás
  • Zum Seitenanfang

FelixW

Erleuchteter

Beiträge: 4 019

Vorname: Jonathan

Wohnort: Wien

Kamera: Sigma SD9/SD14/DP1

6

Sonntag, 22. November 2009, 16:57

danke. das is ja richtig bezahlbar. na mal sehen, bin gespannt was du noch so darüber zu berichten hast dann... vielleicht wag ich auch mal einen ausflug in die richtung.

> Die GF-Negative werden dann mit Canoscan 9950F eingescannt, (ein Trommelscanner übersteigt
> meinen finanziellen Rahmen) die dann nicht vergleichbar sind mit der Digicam Aufnahmen was die
> Qualität betrifft.

hört sich sinnvoll an. trommelscan kannst dann ja sowieso extern machen lassen wenn du mal ein motiv hast mit dem jemand eine hauswand plakatieren will. ;)


> Die Entwicklung wird in der Jobo-Dose gemacht. 1000-er für den Rollfilm und 2000-er für Planfilm.
> Die 4000-er Serie ist dann für größere Formate gedacht.

auch dazu würden mich dann deine erfahrungen interessieren. ich stell mir das ja an sich recht einfach vor und war auch schon ein paar mal kurz davor mir selbst so eine dose zu kaufen, allerdings nur für kleinbild-sw-selbstentwicklung... diese nette, von ilford gesponserte anleitung ( http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag…_erste_schr.htm ) hat mich da immer so ermutigt. aber leider hab ich dann immer als ich das geld zusammenhatte, doch was anderes gebraucht (letztens war es ein polfilter ;) )...


> Wenn Du durchgelesen hast was die verschiedene Edeldruckverfahren bringen, möglich machen
> und wie das Endergebnis aussieht, wirst mir Recht geben, dass es schon nahe an der
> künstlerischen Arbeit ist. Vor allem, es sind Unikate! Kein Bild gibt es zweimal obwohl sie
> fototechnisch hergestellt werden.

da würde ich dir sowieso nicht widersprechen. das sind auf jeden fall unikate. das wäre doch auch ein thema für blue (blue, wo bist du?).
  • Zum Seitenanfang

FelixW

Erleuchteter

Beiträge: 4 019

Vorname: Jonathan

Wohnort: Wien

Kamera: Sigma SD9/SD14/DP1

7

Montag, 23. November 2009, 20:42

achja, ich hab direkt noch eine frage an dich tamas, wieviel wiegt denn eigentlich so eine komplett einsatzbereite großformatkamera mit einem objektiv aber ohne stativ?
  • Zum Seitenanfang

Onkel Tom

Schatzmeister

Beiträge: 2 568

Vorname: Tamás

Wohnort: Dresden

Kamera: 20D, 7D, 1Ds MK II, Sinar 4x5", Plaubel Peco 13x18, Mamiya RB76

8

Montag, 23. November 2009, 21:46

Ich habe die Plaubel Peco soeben gewogen! Nur 6,7kg. Hier ein Bild von ihr: (http://farm3.static.flickr.com/2564/3909…_af3904dfb9.jpg)
Willst Du sie haben? Gebe ich noch eine 6x9 Rollfilmkassette dazu. Die Plaubel will ich nämlich verkaufen, ich behalte die Sinar. Sie wiegt nur 6,2 kg! :D

Zu der Plaubel gehören noch verschiedene Objektivplatinen, eine zweite Mattscheibe (Rückteil 9x12cm), verschiedene Kassetten, ein Kompendium, ein Normalobjektiv 180mm f.4,5 von Schneider Kreuznach mit Compur-Verschluss, ein Spiegelkasten mit Einstelllupe (statt schwarzes Tuch) und ein Alukoffer. Wiegt insgesamt 14,-kg. :love:

Edit: Das Objektiv ist ein Xenar mit 217mm Bildkreis, da hat man selbst mit 4x5" noch gute Verstellmöglichkeiten
LG Tamás

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Onkel Tom« (23. November 2009, 22:02)

  • Zum Seitenanfang

FelixW

Erleuchteter

Beiträge: 4 019

Vorname: Jonathan

Wohnort: Wien

Kamera: Sigma SD9/SD14/DP1

9

Montag, 23. November 2009, 22:04

> Willst Du sie haben?

klar. :thumbsup:
  • Zum Seitenanfang

Onkel Tom

Schatzmeister

Beiträge: 2 568

Vorname: Tamás

Wohnort: Dresden

Kamera: 20D, 7D, 1Ds MK II, Sinar 4x5", Plaubel Peco 13x18, Mamiya RB76

10

Montag, 23. November 2009, 22:17

Du hast eine PN.
LG Tamás
  • Zum Seitenanfang

Onkel Tom

Schatzmeister

Beiträge: 2 568

Vorname: Tamás

Wohnort: Dresden

Kamera: 20D, 7D, 1Ds MK II, Sinar 4x5", Plaubel Peco 13x18, Mamiya RB76

11

Dienstag, 24. November 2009, 21:28

Zitat

auch dazu würden mich dann deine erfahrungen interessieren. ich stell
mir das ja an sich recht einfach vor und war auch schon ein paar mal
kurz davor mir selbst so eine dose zu kaufen, allerdings nur für
kleinbild-sw-selbstentwicklung... diese nette, von ilford gesponserte
anleitung ( http://www.schwarzweiss-magazin.de/swmag…_erste_schr.htm
) hat mich da immer so ermutigt. aber leider hab ich dann immer als ich
das geld zusammenhatte, doch was anderes gebraucht (letztens war es ein
polfilter ;) )...
Also die Entwicklung eines SW Negatives ist wirklich nicht schwer. Die Entwicklerdose für 120-er Rollfilm gibt es in der Bucht schon für 10,- €. Die notwendige Chemikalien noch einmal 20,-€ und Messbecher usw. unter10,-€. So viel zu den Finanzen.
Der Negativ muss in absoluter Dunkelheit entwickelt werden. Es gibt die landlaäufige Meinung, das DuKa-Beleuchtung erlaubt ist. Ist es nicht! Der Umgang mit Film und Dose sollte allerdings geübt werden, ein alter Negativ ist sehr Hilfsreich dabei. Ist der Film nun endlich in der verschlossenen Dose kann der Entwickler eingefüllt werden. Die Handhabung ist vielmals beschrieben worden, in dem Ilford-Link steht eigentlich alles, wäre bescheuert, wenn ich dass hier abschreibe. Wichtig ist auf alle Fälle, die Temperaturhaltung der Chemikalien. Da hilft eigentlich ein Schüssel mit Wasser gefüllt und in einen Raum mit 20°C gestellt. Stellst die Entwicklerdose hinein, bleibt die Temp. relativ konstant. Tabellen für Entwicklungszeiten in Abhängigkeit von Temp., ISO und Belichtung findet man z.B. bei Ilford.
Auch die Wässerung nach dem Fixierbad sollte nicht mit zu großen Temp. Unterschieden geschehen, da die Emulsionsschicht durch große Temperaturunterschiede schaden nehmen kann. Wenn so was nicht aus künstlerischen Überlegung heraus geschieht, hat man den Film versaut.
Ich würde als Anfänger erst einen preiswerten Film belichten und einfach drauflosgehen.
Die SW Negativentwicklung kann man schon ganz wissenschaftlich betreiben, muss aber nicht unbedingt sein, allerdings wenn man einmal Blut geleckt hat, will man auch andere Sachen ausprobieren.
Nur zu kann ich dazu sagen, aber niemals den zweiten Schritt vor dem ersten tun wollen. Erst sollte man einen SW Negativ sicher entwickeln können. Der Rest komt dann nach und nach und hoffentlich macht noch jemand mit. Sabrina ist auch sehr bewandert auf diesem Gebiet, vllt. meldet sie sich mal.
LG Tamás
  • Zum Seitenanfang

Thema bewerten