Am 17.2. schien die Sonne, aber es waren trotzdem -5°C. Das schlimme war eigentlich der Wind, der die Kälte spürbar vervielfachte. Nach zwei Stunden waren meine Finger dermassen steif geworden, dass ich kaum noch den Auslöser bedienen konnte. Habe zwar die Hände ab und zu in den Taschen versteckt, aber immer dann waren die Motive am besten wenn ich die Kamera nicht in den Händen hatte.
Fotografieren wollte ich ich die Robbenbabys, aber die sind schon bereits in der Nordsee unterwegs gewesen. Drei kleine waren noch da, zwei vom Vorjahr und das letztgeborene in diesem Jahr, die Nr. 493. Die Grüne Markierung ist bei dem zu sehen, aber leiden nicht vollständig lesbar.
Nur 70-200 mm, 2x Konverter und Einbein hatte ich an diesem Tag mit, weil wir die Insel von der Ostseite begangen haben, wo tiefer Kiesstrand ist und das Laufen im Kies schwer fällt. Die Entfernung zu den Tieren war in etwa 15-25 m. noch weit genug um sie nicht zu stören und doch noch einigermassen fotografieren können.
Die Jungtiere sind verspielt, aufmerksam und ständig in Bewegung. Die Älteren und die ganz jungen liegen faul da strecken sich machmal und schlafen weiter.
Das jüngste der Familie beim gähnen
Immer zum spassen aufgelegt
Der Kerl der oben so listig guckt, kletterte immer wieder auf den Kiesberg rauf, um von dort runterzurollen!
Rolling Down!
Während ich fror, badeten die Seehunde quitsch vergnügt in der kalten Brühe.
Schaumbad
man beachte die mächtigen Krallen der Robbe
Der Wind peitschte die Wellen gegen den Ostkai
Auf dem Heimweg sind wir am Nordstrand entlanggelaufen um nochmal die kleinen von Gestern zu sehen, aber zuerst trafen wir euf ein dutzend Sanderlinge, die am Ufer in dem zurücklaufendem Wasser nach Krebsen und Kleintieren gesucht haben. Entfernung ca. 15m.
Sanderlinge
noch ein letztes Bild von dem kleinen Seehund, der sich noch in Positur stellte.
Zurück nach Helgoland, besuchten wir noch die alten Bunkeranlage, auf Bilder verzichte ich an dieser Stelle. Abend packen und zeitig ins Bett gehen war angesagt, weil unser Schiff am Donnerstag früh um 8,00 Uhr schon ablegte. Unser Taxi war schon eine Stunde vor der Abfahrt da und so hatten wir in aller Ruhe ein gemütliches Plätzchen auf dem Schiff suchen können.
Hier noch ein Bild kurz vor dem Auslaufen .
Morgenstimmung im Hafen
Wir erreichten Cuxhaven um 10,30 Uhr, unser Auto wartete schon auf uns und nach dem einladen unserer Gepäcke sind wir in Richtung Heitmat aufgebrochen und 16,00 Uhr waren wir in Langebrück wohlerhalten angekommen.
Es war schon komisch, kein Wind, keine Kälte, keine Robben und ohne Helgoland. Hunderte von Fotomotiven schwirren im Kopf, doch dazu fehlte einfach die Zeit. Ich weiß, dass ich öfter wiederkommen muss, um am wenigsten ein teil von den Bilder aufnemen können, die mir vorschweben.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Onkel Tom« (20. Februar 2010, 14:45)